Dienstag, 6. November 2012

Meine Meinung zu "Shades of Grey - Geheimes Verlangen"

Heikles Thema, oder doch nicht?
Mittlerweile scheint es ja ganz normal für die Frau von heute zu sein auch mal etwas anderes lesen zu wollen als nur Liebesromane.

Ich habe lange den Hype um die Shades of Grey-Trilogie gemieden und das, was ich über den ersten Teil des Buches nun schreiben werde, spiegelt auch nicht die breite Meinung der Masse wieder.
Wer also ein Loblied über dieses Buch lesen möchte, ist hier falsch.

Für die, ja solche Leute gibt es noch ;D, die das Buch nicht kennen, tippe ich mal eben fix den Klappentext ab:

"Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey kennen - und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Denn Christian hat etwas in ihr berührt, das sich seitdem nicht mehr verdrängen lässt. Und als Chrisitan einige Zeit später wieder vor ihr steht, kann sie nicht anders, als ihren Gefühlen nachzugeben. Von da an ist nichts mehr wie zuvor. Denn Chrisitan führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe - in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht..."

Und genau hier kommt jetzt der Hype ins Spiel.
Der Klappentext verrät nicht zu viel vom Buch, was ich eigentlich ganz gut finde.
Nur jeder, der wirklich irgendwie Augen und/oder Ohren in den (Bücher)Medien hat, weiß, das es in diesem Buch um SM geht.
Und das macht das Buch, zumindestens den ersten Teil, kaputt.
Das Buch ist gut geschrieben, aber man kennt halt durch Hörensagen die Hälfte des Inhalts schon. Deswegen habe ich auch nur die ersten 250 Seiten gelesen und das Ende.
Das Ende war mehr oder wenig unerwartet erwartet. Man hat nach ein paar Seiten die Beziehung der beiden Hauptcharaktere schon ziemlich klar vor Augen und weiß, was passieren wird oder was halt auch eben nicht.
Außerdem ist mir Mr. Grey auch einfach... zu perfekt. Ich habe nichts gegen sexuelle Neigungen anderer Menschen (um Gottes Willen, jeder soll das machen woran er Spaß hat), aber bei Mr. Grey... wirkt das alles für mich eher als eine psychische Störung als wirklich seine Neigung.
Er wird von der Autorin so perfekt beschrieben (vom Aussehen her), dass das einfach schon abnormal ist. Jeder Mensch hat irgendwo einen äußerlichen Makel und wenns ein zu kleiner Zehennagel oder zu kurze Wimpern sind.
Das macht den ersten Teil für mich total unattraktiv und deshalb bin ich auch froh, mir dieses Buch nur ausgeliehen zu haben ;D

Werde ich mir die anderen beiden Teile auch ausleihen? Ja.
Über den 2. und 3. Teil wurde noch nicht so viel berichtet, wie über den ersten. Da ich das Buch/die Trilogie an sich ganz interessant finde, werde ich dort auf jeden Fall auch mal weiterlesen, ob ich sie allerdings durchlesen werde, kann ich noch nicht versprechen.

Habt ihr Shades of Grey gelesen?
Und wie fandet ihr es?
Bei mir hat sich meine Meinung bestätigt, das ich Bücher die einen großen Hype an sich haben, nie anfangen brauche zu lesen, da mein Buchgeschmack oft von der Allgemenheit abweicht.
Ich freue mich auf eure Kommentare!

Isabell
 

Kommentare:

  1. Ich finds gut, dass du das Buch ansich nicht schlecht machst, obwohl du es nicht magst. Du bleibst schön objektiv ;)

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  2. Ich gehöre wahrscheinlich zu den wenigen Menschen, die dem Shades of Grey-Hype ferngeblieben sind. Ich gehe schnurstracks an den Büchern vorbei und sehe auch keine Muße mir einen Band zu kaufen. Es gibt Bücher, die deutlich spezieller sind und die man sich eher antun kann als Shades of Grey.

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  3. Hab bei einer Freundin mal ein paar Seiten gelesen. Wenn man das Buch unter dem Aspekt betrachtet, dass man gerade einen Porno liest, ist es sicher nicht verkehrt. Realismus darf man in diesem Buch eben echt nicht erwarten, da ist die Beschreibung einer Person aus der Sicht eines Ich-Erzählers (die bei fanatischen Fangirls o.ä. realistisch so ausfallen kann ;)) noch das kleinste Problem.
    Die Charaktere, na ja, also ich finde diesen Christian Grey ja noch um einiges glaubhafter dargestellt als diese strunzdoofe und grundnaive Ana (bei der mir der gleiche Brechreiz kommt wie bei der Twilight-Trull... äh, Bella). Am meisten nervt mich allerdings der schlechte Schreibstil. Die Dame verfügt über eine beschränkte Anzahl an Formulierungen und Ausdrücken, die so von Klischees strotzen, dass man das Buch einfach nicht ernst nehmen kann. Man könnte zum Beispiel ein effektives Trinkspiel mit den Schlüsselwörtern "köstlich", "beachtlich" und "in 1000 Teile zerbersten" gestalten. :D
    Das mit diesem beschränkten Stil geht mir auch bei den meisten gehypten Büchern (Twilight, Feuchtgebiete etc.) so. Je simpler der Kram geschrieben ist, desto leichter lässt er sich lesen. Da hat die breite Masse wohl einfach andere Prioritäten als der geneigte Literaturliebhaber. Aber ab und zu dämlichen Scheiß zu lesen tut ja auch ganz gut. ;)
    Rant Ende.

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Hallo! :)
Ich freue mich wirklich über dein Kommentar.
Sehr gerne nehme ich auch Kritik an, aber bitte nur auch konstruktive, damit ich mich verbessern kann!